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Was ist MAC-Flooding? Wie funktioniert MAC Flooding technisch gesehen?

MAC-Flooding ist ein Denial-of-Service (DoS)-Angriff auf Switches. Bei einem DoS-Angriff wird versucht, einen Server oder ein Netzwerk so zu überlasten, dass er nicht mehr funktioniert. Im Falle von MAC-Flooding wird der Switch mit einer großen Anzahl von Ethernet-Frames überflutet, die alle unterschiedliche Quell-MAC-Adressen enthalten.

Die MAC-Adresse ist eine eindeutige Kennung für eine Netzwerkschnittstelle. Sie wird verwendet, um die Quelle und das Ziel eines Ethernet-Frames zu identifizieren. Switches verwenden die MAC-Adressen, um festzustellen, an welchen Port ein Frame weitergeleitet werden muss.

Wenn ein Switch einen neuen Frame empfängt, sucht er in seiner MAC-Adressentabelle nach einem Eintrag für die Quell-MAC-Adresse. Wenn der Eintrag nicht vorhanden ist, speichert der Switch den Eintrag und leitet den Frame an den Port weiter, der der Quell-MAC-Adresse entspricht.

Bei einem MAC-Flooding-Angriff sendet der Angreifer eine große Anzahl von Ethernet-Frames mit unterschiedlichen Quell-MAC-Adressen an den Switch. Der Switch muss für jeden Frame einen neuen Eintrag in seiner MAC-Adressentabelle erstellen. Wenn der Switch nicht in der Lage ist, die Einträge schnell genug zu verarbeiten, kann die MAC-Adressentabelle überlaufen.

Wenn die MAC-Adressentabelle überläuft, schaltet der Switch in den Failover-Modus. Im Failover-Modus leitet der Switch alle Frames an alle Ports weiter. Dies bedeutet, dass alle Geräte im Netzwerk alle Frames empfangen können, unabhängig davon, ob sie an den Zielort adressiert sind oder nicht.

MAC-Flooding kann für verschiedene Angriffe verwendet werden, darunter:

  • Sniffing: Der Angreifer kann den Netzwerkverkehr anderer Geräte im Failover-Modus abhören.
  • Man-in-the-Middle-Angriffe: Der Angreifer kann sich in die Kommunikation zwischen zwei Geräten einschalten.
  • Denial-of-Service-Angriffe: Der Angreifer kann den Netzwerkverkehr für andere Geräte blockieren.

Technische Beschreibung

Aus technischer Sicht funktioniert MAC-Flooding wie folgt:

  1. Der Angreifer sendet eine große Anzahl von Ethernet-Frames mit unterschiedlichen Quell-MAC-Adressen an den Switch.
  2. Der Switch muss für jeden Frame einen neuen Eintrag in seiner MAC-Adressentabelle erstellen.
  3. Wenn die MAC-Adressentabelle überläuft, schaltet der Switch in den Failover-Modus.
  4. Im Failover-Modus leitet der Switch alle Frames an alle Ports weiter.

Die MAC-Adressentabelle eines Switches ist ein Hash-Tabelle. Das bedeutet, dass die Einträge in der Tabelle anhand der Quell-MAC-Adressen gehasht werden. Dies ermöglicht es dem Switch, die Einträge schnell zu finden.

Die Größe der MAC-Adressentabelle eines Switches ist begrenzt. Die genaue Größe hängt vom Modell des Switches ab. In der Regel beträgt die Größe der MAC-Adressentabelle zwischen 1024 und 16.384 Einträgen.

Maßnahmen zur Abwehr von MAC-Flooding

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die zur Abwehr von MAC-Flooding getroffen werden können:

  • MAC-Adressenfilterung: Die MAC-Adressenfilterung ermöglicht es dem Administrator, festzulegen, welche MAC-Adressen auf einen Switch zugreifen dürfen.
  • Port-Sicherheit: Die Port-Sicherheit ermöglicht es dem Administrator, festzulegen, welche MAC-Adressen an einem bestimmten Port zugelassen sind.
  • Intrusion Detection Systems (IDS): IDS können MAC-Flooding-Angriffe erkennen und Alarm auslösen.

Pentesting Tools mit MAC Flooding kompatiblitäten

Es gibt eine Reihe von Tools, die im Rahmen eines Pentests das MAC Flooding durchführen können. Zu den beliebtesten Tools gehören:

  • ARPSpoof: ARPSpoof ist ein kostenloses Tool, das unter Linux und Windows verfügbar ist. Es kann verwendet werden, um ARP-Spoofing-Angriffe durchzuführen, einschließlich MAC-Flooding.
  • Dsniff: Dsniff ist ein kostenloses Tool, das unter Linux und Unix verfügbar ist. Es kann verwendet werden, um verschiedene Arten von Netzwerkangriffen durchzuführen, einschließlich MAC-Flooding.
  • ettercap: Ettercap ist ein kostenloses Tool, das unter Linux, Unix und Windows verfügbar ist. Es kann verwendet werden, um verschiedene Arten von Netzwerkangriffen durchzuführen, einschließlich MAC-Flooding.

Hier sind einige weitere Tools, die für MAC-Flooding verwendet werden können:

  • Macof: Macof ist ein kostenloses Tool, das unter Linux und Unix verfügbar ist. Es kann verwendet werden, um MAC-Flooding-Angriffe durchzuführen, die auf IP-Adressen basieren.
  • Macflood: Macflood ist ein kostenloses Tool, das unter Windows verfügbar ist. Es kann verwendet werden, um MAC-Flooding-Angriffe durchzuführen, die auf MAC-Adressen basieren.
  • Etherflood: Etherflood ist ein kostenloses Tool, das unter Windows verfügbar ist. Es kann verwendet werden, um MAC-Flooding-Angriffe durchzuführen, die auf Ethernet-Frames basieren.

Fazit

MAC-Flooding ist ein ernstzunehmender Angriff, der für verschiedene Zwecke verwendet werden kann. Es ist wichtig, dass Administratoren die Risiken von MAC-Flooding kennen und entsprechende Maßnahmen zur Abwehr treffen.

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Was ist ARP-Spoofing? Wie funktioniert er technisch? Welche Pentester Tools gibt es?

ARP-Spoofing ist ein Angriff auf ein lokales Netzwerk, bei dem der Angreifer die Adresse Resolution Protocol (ARP)-Tabellen von Geräten im Netzwerk manipuliert. Dadurch kann er den Datenverkehr zwischen den Geräten umleiten oder abhören.

Aus technischer Sicht funktioniert ARP-Spoofing wie folgt:

  • Der Angreifer sendet ein gefälschtes ARP-Paket an ein Gerät im Netzwerk. Das Paket enthält die MAC-Adresse des Angreifers und die IP-Adresse des Zielgeräts.
  • Das Gerät im Netzwerk erhält das gefälschte ARP-Paket und aktualisiert seine ARP-Tabelle entsprechend.
  • Das Gerät im Netzwerk beginnt nun, alle Datenpakete für die Ziel-IP-Adresse an die MAC-Adresse des Angreifers zu senden.

Der Angreifer kann nun den Datenverkehr zwischen dem Gerät im Netzwerk und dem Zielgerät mitschneiden oder umleiten.

ARP-Spoofing ist ein relativ einfacher Angriff, der mit relativ wenig Aufwand durchgeführt werden kann. Er ist daher eine beliebte Methode für Angreifer, um Datenverkehr im lokalen Netzwerk abzuhören oder zu manipulieren.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich vor ARP-Spoofing zu schützen. Eine Möglichkeit ist, die ARP-Tabellen der Geräte im Netzwerk regelmäßig zu aktualisieren. Eine andere Möglichkeit ist, die Verwendung von ARP-Spoofing zu erkennen und zu verhindern. Dazu können beispielsweise Hardware-basierte Lösungen oder Software-Lösungen eingesetzt werden.

Hier sind einige Beispiele für Angriffe, die mit ARP-Spoofing durchgeführt werden können:

  • Man-in-the-Middle-Angriff: Der Angreifer kann sich in den Datenverkehr zwischen zwei Geräten einschalten und so den Datenverkehr abhören oder manipulieren.
  • Denial-of-Service-Angriff: Der Angreifer kann den Datenverkehr zwischen einem Gerät und dem Netzwerk blockieren.
  • Port-Scanning: Der Angreifer kann die offenen Ports eines Geräts ermitteln.
  • Phishing: Der Angreifer kann den Datenverkehr eines Geräts abhören, um Zugangsdaten zu stehlen.

ARP-Spoofing ist eine ernstzunehmende Bedrohung für die Sicherheit von lokalen Netzwerken. Es ist daher wichtig, sich vor diesem Angriff zu schützen.

ARP-Spoofing Tools für Man in the Middle Angriffe eines Pentesters

Es gibt eine Vielzahl von Tools, die ARP-Spoofing und Man-in-the-Middle-Angriffe für einen Pentester ermöglichen. Zu den beliebtesten Tools gehören:

Diese Tools können verwendet werden, um die folgenden Aufgaben auszuführen:

  • ARP-Tabellen der Geräte im Netzwerk manipulieren
  • Den Datenverkehr zwischen zwei Geräten abhören
  • Den Datenverkehr zwischen zwei Geräten manipulieren